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Nachhaltige Investitionen sind ein Hebel für die Zukunft

2. Oktober 2025

 

Institutionelle wie private Anleger können mit ihren Entscheidungen Unternehmen fördern, die Verantwortung übernehmen und nachhaltig wirtschaften. 

 

Dabei gibt es verschiedene Ansätze:

  • Ausschlusskriterien: kein Kapital für Tabak, Atomkraft oder fossile Brennstoffe.
  • ESG & Normen: Bevorzugt werden Unternehmen mit starken ESG-Praktiken, die internationale Standards wie den UN Global Compact einhalten.
  • Engagement & Stimmrechte: Investoren nutzen ihren Einfluss, um nachhaltiges Verhalten aktiv einzufordern.

Auch für Privatanleger ist das Thema greifbarer geworden. Mit der EU-Offenlegungsverordnung (SFDR) sind Finanzprodukte seit 2021 in drei Kategorien klassifiziert:

  • Artikel 6: keine Nachhaltigkeitsausrichtung
  • Artikel 8: berücksichtigt Nachhaltigkeitsrisiken (z. B. Rüstung, Tabak)
  • Artikel 9: fördert konkrete nachhaltige Ziele

Ein Beispiel für einen Artikel-9-Fonds: „Fight for Green“ von Wilhelm Möller (Advanced Sustainable Investment). Er setzt auf große Unternehmen, die nachweislich einen Beitrag zur Klimaneutralität leisten.

 

Wenn ich mein Geld investiere – will ich dann nur Rendite erzielen oder auch Teil der Lösung sein?

Nächste Grenze überschritten

30. September 2025

 

Nächste Grenze überschritten: Die Übersäuerung der Ozeane gefährdet die Ernährungssicherheit von mehr als einer Milliarde Menschen.

 

Seit der Industrialisierung haben die Meere rund ein Drittel des CO₂ aus der Atmosphäre aufgenommen. Dadurch ist der pH-Wert von 8,2 (vor der industriellen Revolution) auf 8,1 gefallen. Klingt wenig – bedeutet aber 25% mehr Säuregehalt.

 

Forscher nennen es die „Osteoporose des Meeres“: Muscheln, Seeigel und Krabben verlieren ihre Schalen und Skelette.

 

Ganz besonders leiden die Korallenriffe. Sie sind eines der biologisch vielfältigsten und wertvollsten Ökosysteme der Welt und die Heimat für ein Viertel aller Meeresbewohner. Durch die Übersäuerung werden jedoch bis 2030 alle Riffe vom Aussterben bedroht sein.

 

Mit steigendem Säuregehalt gerät auch unsere Ernährungssicherheit ins Wanken. Mehr als eine Milliarde Menschen sind auf Nahrung aus dem Meer angewiesen, und unzählige Arbeitsplätze und ganze Volkswirtschaften hängen von gesunden Ozeanen ab.

 

Die gute Nachricht: Wenn wir entschlossen handeln, können wir die Überschreitung der Grenzen rückgängig machen.

 

So wurden die Löcher in der Ozonschicht schon 1985 erkannt und deren Ursache (FCKW) aus dem Verkehr gezogen. Seitdem konnte sich die Ozonschicht erholen und das Leben auf der Erde vor gefährlicher ultravioletter Strahlung geschützt werden.
 

Flächenfraß durch Futtermittel: Ein globales Effizienzproblem

26. September 2025

 

Die Landwirtschaft verbraucht fast die Hälfte der bewohnbaren Fläche weltweit.


Doch der größte Teil dient nicht unserer Ernährung, sondern der Viehhaltung. So gehen 60% der globalen Maisernte ins Tierfutter, nur 12% werden für die menschliche Nahrung verwendet. Bei Soja liegt der Anteil für Futtermittel sogar bei 77%.

 

Obwohl die Fläche zur Herstellung für pflanzliche Lebensmittel sehr viel kleiner ist, haben Pflanzen einen bedeutend höheren Anteil an der globalen Kalorien- und Proteinversorgung, was sie zu den effizienteren Energielieferanten macht.

 

Beispiel: Die proteinreiche Sojabohne ist in den letzten Jahren ein immer wichtigeres Futtermittel in der Massentierhaltung geworden. Allerdings ist ihr Flächenbedarf enorm. Für ein 150g-Hähnchenfilet braucht es knapp 1 kg Soja – und 3,7 m² Ackerland. Auf derselben Fläche ließen sich 15 kg Kartoffeln anbauen.

 

Eine Analyse von Kearney verdeutlicht: Würden wir weniger Futtermittel produzieren, könnten wir mit den bestehenden Ernten fast doppelt so viele Menschen ernähren.

 

Wie schaffen wir den Wandel hin zu mehr Transparenz, weniger Lobbyeinfluss – und einer Ernährung, die Pflanzen in den Mittelpunkt stellt?

E-Mobilität und Wärmepumpen als Gamechanger

31. Juli 2025

 

Seit 1990 haben wir unsere Emissionen halbiert. 

 

Das zeigt: Veränderung ist möglich – wenn wir sie entschlossen anpacken.

 

Energie, Industrie und Gebäude haben ihre Emissionen in den letzten Jahrzehnten deutlich reduziert. Nur der Verkehrssektor hinkt hinterher – hier braucht es endlich mehr Tempo.

 

Zwar verursachen Energie und Industrie weiterhin die größten Emissionsmengen, doch rund 20 % entfallen auf den Verkehr – allen voran auf PKWs (59 %). Der Gebäudebereich verursacht 15 % der Emissionen, vor allem durch Raumwärme und Warmwasser in unseren Haushalten.

 

Genau hier liegen umsetzbare Lösungen längst bereit: Der Umstieg auf E-Autos und Wärmepumpen ist technisch machbar, wirtschaftlich sinnvoll – und entscheidend für das Gelingen der Energiewende. Trotzdem bleibt die Marktdurchdringung in beiden Bereichen gering.

 

Zwar zieht der Absatz von E-Autos in diesem Jahr wieder an, doch ihr Anteil an allen PKWs liegt weiterhin bei nur 3 %. Bei den Wärmepumpen sieht es ähnlich aus: Von den 44 Millionen Wohnungen in Deutschland werden gerade einmal 3 % damit beheizt.

 

Die Technologien sind da. Jetzt kommt es darauf an, sie konsequent und flächendeckend einzusetzen.

China dominiert die Energiewende

28. Juli 2025

 

China dominiert die Energiewende - was macht Deutschland?

 

Mit hohem Tempo treibt China die Elektrifizierung voran – und hat Deutschland bei Produktion und Absatz von E-Autos längst überholt. Gleichzeitig investiert China massiv in Solar- und Windenergie und baut fast doppelt so viele Kapazitäten wie der gesamte Rest der Welt zusammen.

 

Während Europa noch über Rahmenbedingungen diskutiert, investiert China strategisch entlang der gesamten grünen Wertschöpfungskette – und sichert sich so technologische und wirtschaftliche Vorteile für die Zukunft.

 

In Deutschland ist die Debatte um die Energiewende dagegen oft zu politisch und zu wenig sachorientiert. Noch enttäuschender ist, wie die Politik nach dem Motto „Gas ist sexy“ eine Rolle rückwärts ins fossile Zeitalter vollzieht – statt die Chancen der erneuerbaren Energien konsequent zu nutzen.

 

Ein Blick über den Tellerrand zeigt: Der Markt hat längst entschieden.


Jetzt gilt es, diese Chance endlich zu ergreifen. Wollen wir aufholen – oder weiter zusehen?

Nachhaltigkeit = Risikomanagement

1. Juli 2025

 

Nachhaltigkeit als Erfolgsfaktor im Risikomanagement

 

Die CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) ist mehr als nur ein Reporting-Standard – 

sie ist eine große Chance: Unternehmen, die ihre Nachhaltigkeitsrisiken systematisch analysieren und transparent kommunizieren, stärken nicht nur ihre Resilienz, sondern gewinnen auch an Zukunftssicherheit.

 

Denn wer früh erkennt, wo ökologische, soziale oder Governance-Herausforderungen lauern, kann gezielt handeln – und sich Wettbewerbsvorteile sichern. 

 

Risiken werden so zu Impulsen für Innovation, Verbesserung und langfristige Wertschöpfung.

 

CSRD bedeutet: Verantwortung übernehmen, Chancen nutzen und die Zukunft aktiv gestalten.

Der Meeresspiegel steigt und steigt...

26. Juni 2025

 

Meeresspiegelanstieg: eine unterschätzte Gefahr - und längst Realität

 

Die immer höheren Temperaturen erwärmen nicht nur die Luft, sondern vor allem unsere Ozeane. Das Wasser dehnt sich aus - und der Meeresspiegel steigt. Zusätzlich beschleunigt das Schmelzen von Meereis, Gletschern und gewaltigen Eisschilden diesen Anstieg weiter.

 

Seit 1993 ist der Meeresspiegel bereits um knapp 10 cm gestiegen. Das klingt zunächst wenig - doch bis 2100 werden Anstiege bis zu einem Meter erwartet. Im Extremfall könnten es sogar mehr als zwei Meter werden. Und bei anhaltend hohen Emissionen ist bis 2300 ein Anstieg um über 15 Meter denkbar.

 

Auch die Gletscher sind massiv bedroht: Selbst bei einer Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 °C könnten bis 2100 die Hälfte der Gletscher verschwinden - im Extremfall sogar 83%. Dies hätte katastrophale Folgen für zwei Milliarden Menschen, die in Regionen wie dem Himalaja und den Anden auf Gletscherwasser als Trinkwasserquelle angewiesen sind.

 

Besonders dramatisch: Die Eisschilde speichern rund zwei Drittel des weltweiten Süßwassers. Ihr Schwund bedeutet also nicht nur steigende Meeresspiegel, sondern auch einen massiven Verlust an Trinkwasserreserven.

 

Schon heute leben 267 Millionen Menschen in Regionen, die weniger als zwei Meter über dem Meeresspiegel liegen - bis 2100 könnten es über 400 Millionen sein. Auch Deutschland und seine Nachbarländer bleiben nicht verschont: Bei einem Anstieg um einen Meter wären fünf Millionen Holländer und eine Million Deutsche betroffen.

 

Was hinterlassen wir kommenden Generationen, wenn wir jetzt nicht entschlossen handeln?

Wasserknappheit kommt leise - und trifft uns alle

24. Juni 2025

 

Wasser ist eine knappe Ressource:

 

Zwei Drittel der Erde sind von Wasser bedeckt - doch nur rund 3% davon sind Süßwasser. Der Großteil davon steckt in Gletschern und Polkappen. Lediglich 0,3% stehen uns Menschen tatsächlich zur Verfügung.

 

Und dieses kostbare Gut wird weltweit immer knapper: Über 2 Milliarden Menschen leiden bereits heute an Wassermangel, und 700 Mio. Menschen droht bis 2030 die Gefahr, aufgrund von Dürren ihre Heimat verlassen zu müssen.

 

Auch Deutschland ist betroffen und gehört zu den Regionen mit dem höchsten Wasserverlust weltweit: Seit dem Jahr 2000 verlieren wir jährlich etwa 2,5 km³ Wasser - das entspricht in etwa dem gesamten Volumen des Bodensees. Einige Regionen in Sachsen-Anhalt oder Hannover verbieten schon heute das Bewässern von privaten Gärten oder Sportanlagen am Tag.

 

Die Auswirkungen sind enorm: Wichtige Nahrungsmittel wie Weizen, Mais und Reis leiden massiv unter Trockenheit. Über 20% der weltweiten Weizenproduktion stammen aus Regionen (z. B. der Ukraine), die einem sehr hohen Dürre-Risiko ausgesetzt sind - mit spürbaren Folgen für die globale Ernährungssicherheit.

 

Ist es nicht höchste Zeit, Wasser als strategisches Gut zu verstehen und entsprechend zu handeln?

Wälder am Limit, Flüsse in Not – wie lange noch?

20. Juni 2025

 

Wälder sind weit mehr als grüne Kulisse: 

 

Sie sind Lebensraum, Klimaschützer und Erholungsort. Als Kohlenstoffsenken speichern sie CO₂, regulieren den Wasserhaushalt und liefern Sauerstoff. Zudem schützen sie vor Erosion, filtern Luftschadstoffe und stellen einen nachhaltigen Rohstoff bereit.

 

Trotzdem geraten sie zunehmend unter Druck: Rodungen, Brände und Klimastress setzen ihnen weltweit zu. Auch in Deutschland ist nur noch jeder fünfte Baum gesund.

 

Und es sind nicht nur die Wälder: Unsere Gewässer leiden unter CO₂-Belastung, Mikroplastik und Nährstoffeinträgen aus Landwirtschaft und Abwasser. Die Folgen sind gravierend – Sauerstoffmangel, Algenblüten, gestörte Ökosysteme. Nur 8 % unserer Flüsse und 25 % der Seen sind in gutem ökologischen Zustand. Nord- und Ostsee? Kein einziger Abschnitt gilt als gesund.

 

Schützen wir die Natur – oder verwalten wir nur ihren Verfall?

Ökosysteme: Unersetzlich. Unbezahlt. Unterschätzt.

17. Juni 2025

 

Ökosysteme liefern Leistungen, ohne die kein Mensch und keine Volkswirtschaft existieren kann:

 

Sauberes Wasser, fruchtbare Böden, bestäubte Pflanzen, stabiles Klima. Diese sogenannten Ökosystemleistungen sind nicht nur ökologisch essenziell, sondern auch ökonomisch von enormem Wert.

 

Der Umweltökonom Robert Costanza hat ihren Wert auf 125 Billionen US-Dollar jährlich geschätzt – sehr viel höher als das weltweite BIP.

 

Doch obwohl diese Dienstleistungen für unser Überleben entscheidend sind, tauchen sie in keiner Bilanz auf. Wir handeln, als wären natürliche Ressourcen unendlich – und riskieren dabei unsere eigene Lebens- und Wirtschaftsgrundlage.

 

Was wäre, wenn sich wirtschaftlicher Erfolg künftig auch daran messen müsste, wie gut wir unsere natürlichen Lebensgrundlagen bewahren?

Warm, wärmer, Crash

11. Juni 2025

 

Wir steuern auf eine Erderwärmung von 2,7 °C zu. 

 

Schon 2024 lag die globale Durchschnittstemperatur 1,6 °C über dem vorindustriellen Niveau. 

Laut Swiss Re droht bis 2050 ein Einbruch des globalen BIP um 14 %  – wenn wir nicht konsequent gegensteuern.

 

Deutschland wird zwar weniger stark betroffen sein als andere Länder, aber auch hier verursachen Extremwetter bereits heute Schäden von rund 12 Milliarden Euro jährlich. Weitere klimabedingte Folgekosten werden auf bis zu 31 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.

 

Die Kosten des Nichthandelns werden größer sein als die des Handelns. 

 

Wie hoch muss der Preis noch steigen, bis wir bereit sind entschlossen zu handeln?

Der Mensch beherrscht die Natur

6. Juni 2025

 

Der Mensch beherrscht die Natur – und zerstört dabei ihre Grundlagen.

 

Massive Landnutzung, hoher Konsum tierischer Produkte und die Ausbreitung der Massentierhaltung haben viele natürliche Lebensräume bereits zerstört.

 

Die Biomasse aller gehaltenen Tiere ist mittlerweile über zehnmal so hoch wie die aller Wildtiere an Land und im Wasser. Zwei Drittel davon entfallen auf Nutztiere (vor allem Rinder), deren Masse sogar die der gesamten Menschheit übersteigt.

 

Ein weiteres eindrückliches Bild dafür, wie stark wir das Gleichgewicht der Natur verschoben haben: Die Biomasse aller gehaltenen Hunde entspricht in etwa der Masse aller Wildtiere an Land.

 

Dabei sind funktionierende Ökosysteme mit ihrer Artenvielfalt essentiell für unser Überleben. 

 

Warum handeln wir nicht entschlossener, um sie zu schützen? 

Die größten globalen Risiken?

3. Juni 2025

 

Das Versäumnis, den Klimawandel einzudämmen, ist eine der größten Bedrohungen für Wirtschaft und Gesellschaft.

 

Der aktuelle Bericht des Weltwirtschaftsforums macht es deutlich: 1.500 Expert:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft sehen das Scheitern des Klimaschutzes und unzureichende Klimaanpassung als zentrale globale Risiken der kommenden Jahre.

 

Das nächste Jahrzehnt wird geprägt sein von Extremwetter, dem Kollaps wichtiger Ökosysteme, Ernteausfällen, Ressourcenkonflikten – und einer wachsenden Zahl an Klimaflüchtenden.

Kurzfristig stellen Fehlinformation und Desinformation die größten Risiken dar. Sie treiben Polarisierung und schwächen den sozialen Zusammenhalt – mit direkten Folgen für die Handlungsfähigkeit im Klimaschutz.

 

Warum schützen wir unsere Wirtschaft und Demokratie nicht mit höheren Investitionen in sozial gerechten Klimaschutz statt weiter an einer Anti-Transformationsstimmung festzuhalten?

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